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Schlechte Stimmung bei den Versicherern

Wenn ein Versicherungsunternehmen sein Geld nicht mehr gewinnbringend anlegen kann, dann kann es schnell eng werden. Im Moment ist genau das der Fall, denn die Versicherer müssen die Einzahlungen ihrer Kunden anlegen, um aus ihnen Erträge erzielen zu können – und das wird im aktuellen Zinsumfeld immer schwieriger.

Die Aussichten für Versicherer und Versicherte sind denkbar schlecht: Die Anlagemöglichkeiten brechen sukzessive weg, eine Herausforderung reiht sich an die nächste. Das aktuelle Niedrigzinsniveau stellt die Versicherungsunternehmen vor vollkommen neue Probleme (siehe dazu auch unseren Beitrag „Die EZB schlägt einen neuen Kurs ein – was das für Lebensversicherungen bedeutet“).

Ertragreiche Anlage zunehmend schwieriger

Die Entwicklungen auf dem Geldmarkt sind ein enormer Einschnitt für die Versicherer. Die jahrzehntelang bewährten Anlagestrategien haben ausgedient: Die Zeiten, in denen Bundesanleihen, Kursgewinne und Aktien als Garant für die Bedienung der Garantiezusagen fungierten, sind vorbei. Teilweise sind die Renditen auf Bundesanleiten mittlerweile negativ, bei zehnjährigen Bundesanleihen liegen sie unter einem Prozent. Das macht es für die Versicherungsunternehmen nahezu unmöglich, die laufenden Auszahlungen durch Zinserträge zu kompensieren.

Garantiezins versus Rendite: ein Vergleich

Wenn man nur einmal die Entwicklung der Renditen mit der des Garantiezinses gegenüberstellt, liegt die Problematik klar auf der Hand: Bis 1994 lag die Rendite einer zehnjährigen Bundesanleihe deutlich über dem Garantiezins. Dieser Abstand hat sich in den letzten Jahren immer weiter verringert, letztlich wurde auch der Garantiezins auf ein Rekordtief von 1,25 Prozent reduziert. Ein Ende des Niedrigzinsniveaus ist allerdings noch lange nicht in Sicht: Zum Einen sorgt die Staatsverschuldung in Europa dafür, dass von Seiten der Regierungen kein Interesse an einem höheren Zins besteht, wenn nicht sogar das Niedrigzinsniveau existenzsichernd für einige Staaten ist. Zum Anderen läuft der Maßnahmenkatalog der Europäischen Zentralbank im Moment erst an, die Auswirkungen sind noch nicht wahrnehmbar. Im Gegenteil, für eine Inflation kann man zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Anzeichen erkennen.

Aktuelle Studien zeigen die Problematik auf

Einer aktuellen Umfrage von Goldman Sachs zufolge sind die Versicherungsunternehmen mehr als besorgt: Die 267 befragten CIOs und CFOs der Versicherungsbranche prognostizieren für das aktuelle Jahr deutlich pessimistischere Zahlen als für die vergangenen Jahre. Die Problematik sehen die Verantwortlichen nicht in der Kapitalausstattung, sondern in den Anlagemöglichkeiten. Eine Folgeuntersuchung aller 87 deutschen Versicherungsunternehmen durch die MainFirst Bank ergab, dass bundesweit vier von zehn Versicherungsunternehmen in 2015 rote Zahlen schreiben.

Wenn man davon ausgeht, dass die Zinsen konstant niedrig bleiben, dann schreibt die Versicherungsbranche bis zum Jahr 2025 Verluste. Bei einem durchschnittlichen Anlagezins von zwei Prozent bräuchten die schwächeren Unternehmen etwa vier Milliarden Zusatzkapital, um die derzeitige Kapitalausstattung zu halten. Geht man von einem geringeren Anlagezins aus, etwa von 1,75 Prozent, so wären es sogar 10 Milliarden Euro.

Keine guten Aussichten für Versicherer

Die Entwicklungen des Geldmarkts sind für Versicherer und Versicherte gleichermaßen ungünstig, die Aussichten für eine ganze Branche düster. Es bleibt abzuwarten, wie die Versicherungsunternehmen durch neue Strategien die gestiegenen Herausforderungen meistern. Die Senkung des Risikos und die Streuung bei den Anlagen wird weiter forciert werden. Gleichzeitig ist davon auszugehen, dass das Neugeschäft nachlässt. Konsolidierungsanstrengungen und komplette Neuausrichtungen werden also nicht allzu lange auf sich warten lassen.

Wer im Zweifel ist, ob er an seiner Lebensversicherung weiter festhalten möchte, der ist gut beraten, den Verkauf der Lebensversicherung von Spezialisten prüfen zu lassen. Unser Expertenteam freut sich auf Ihren Anruf unter 0800 / 589 50 48 (kostenfrei aus dem dt. Festnetz und allen dt. Mobilfunknetzen), Ihre Email unter info@cash-lv.de folgt oder Ihre Anfrage über unsere Webseite www.cash-lv.de.

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