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Lebensversicherungen sollen zukünftig für Infrastrukturmaßnahmen herhalten

Aktuell wird im Bundestag der Vorschlag diskutiert, Haushaltslöcher mit Geld aus der privaten Vorsorge zu stopfen. Konkret geht es dabei um Infrastrukturmaßnahmen, die durch die Mittel aus den privaten Lebensversicherungen finanziert werden, um weitere Staatsschulden zu vermeiden. Damit trägt allerdings auch der vorsorgende Bürger das Risiko für Fehlinvestitionen. Und wenn das schief geht?

Holprige Autobahnen, Endlosbaustellen, Zugverspätungen wegen Problemen auf der Strecke: Längst überfällige und vielfach verschobene Sanierungsmaßnahmen erweisen sich inzwischen als unvermeidlich. Doch die Ansage lautet, keine weiteren Staatsschulden anzuhäufen. Deshalb soll nun also privates Kapital für die längst überfälligen Infrastrukturmaßnahmen herangezogen werden, wenn es nach einigen Bundestagsabgeordneten geht. Die Bürger sollen über ihre zusätzliche Altersvorsorge investieren, und zwar über die privaten Lebensversicherungen.Von den Erträgen bekommen die Versicherten allerdings nichts ab, da sich zunächst die privaten Infrastrukturunternehmen und die Versicherungsunternehmen ihr Risiko bezahlen lassen. Ganz zu schweigen von dem Risiko, das der Anleger dadurch mitträgt.

Wie das Modell funktionieren soll? Das Geld der Anleger, das früher über die Kapitalanlage der Versicherer in sichere Staatspapiere gesteckt wurde, soll nun stattdessen in private Infrastrukturmaßnahmen fließen. Zwei Schwierigkeiten ergeben sich daraus jedoch: Zum einen wird der Investor in die Infrastrukturprojekte einen Teil der Gewinne einfordern, da er auch ein hohes Risiko eingeht. Darüber hinaus werden die Versicherer einen höheren Anteil als bisher fordern, denn auch sie wollen sich das Risiko bezahlen lassen. Somit verbleibt für den privaten Anleger ein deutlich geringerer Anteil am Gewinn, also eine schlechtere Rendite. Zum anderen geht derjenige, der in die Lebensversicherung einzahlt, unbewusst ein gehöriges Risiko mit ein – für ihn steht seine Altersvorsorge auf dem Spiel.

Alles in allem bleibt bei Umsetzung dieses Vorschlags eine negative Bilanz für diejenigen, die in eine Lebensversicherung einbezahlen. Es bleibt deshalb aus Sicht des Bürgers zu hoffen, dass dieser Ansatz nicht weiter verfolgt wird.

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