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Lebensversicherer in existenziellen Nöten

Dass die aktuelle Niedrigzinsphase eine nicht zu unterschätzende Bedrohung für die Versicherungsunternehmen birgt, ist nicht von der Hand zu weisen. Dass allerdings selbst ein Zinsanstieg mit enormen Risiken verbunden ist, zeigt eine aktuelle Analyse. Diese malt den Versicherern auch in Zukunft schwere Zeiten aus.

Es scheint besiegelt, dass das derzeitige Niedrigzinsniveau den Geldmarkt nicht nur kurzfristig, sondern auch auf lange Sicht beschäftigen wird (siehe dazu auch unseren Beitrag „Schlechte Stimmung bei den Versicherern“). Kreditinstitute schlagen vielfach Alarm und kündigen bereits erste Konsequenzen hinsichtlich Kosteneinsparungen im Personalbereich an. Auch die Versicherungsunternehmen sind gezwungen, auf das Niedrigzinsumfeld zu reagieren.

Anhaltende Niedrigzinsphase als Grundproblem

Die Versicherer können die Einzahlungen der Kunden nicht ertragreich anlegen und haben damit immer weniger Liquidität für die laufenden Auszahlungen zur Verfügung: Das ist der eine Teil des Problems. Dazu kommt der Fakt, dass die Leistungsversprechen an die Versicherten im Normalfall langfristiger sind als die Laufzeiten der Kapitalanlagen. Umso schneller gehen also die Zinserträge im Vergleich zu den Auszahlungsverpflichtungen zurück. Die Frage, wie lange die Versicherungen der Niedrigzinsphase standhalten können, ist damit einmal mehr berechtigt. Nun deckt eine aktuelle Studie der Ratingagentur Assekurata neue Problemfehler für Versicherungsgeber auf.

Zinszusatzreserve als zusätzliche Herausforderung

Seit 2011 besteht die Auflage für Versicherer, eine sogenannte „Zinszusatzreserve“ vorzuhalten, um langfristige Verpflichtungen – u.a. aus hochverzinsten Altverträgen –bedienen zu können. Im Rahmen des Lebensversicherungsreformgesetzes (kurz „LVRG“, siehe dazu unser Beitrag „Was das Lebensversicherungsreformgesetz für Versicherer und Versicherte mit sich bringt ...“) wurde zudem festgelegt, dass die Versicherungsunternehmen ihre Kunden nicht mehr wie bisher zu 50% an den Bewertungsreserven beteiligen muss, sondern nur noch dann, wenn diese die Summe aller gegenwärtigen Garantiezusagen gegenüber den Versicherten überschreiten. Dennoch ist diese Neuregelung aus dem Jahr 2014 nur eine eingeschränkte Entlastung, da das Kapital für die Zusatzreserve dennoch weiterhin gebunden und damit für die laufenden Auszahlungen nicht verfügbar ist. Allein für 2015 beläuft sich die Reserve auf elf bis 14 Milliarden Euro, ein absoluter Höchststand. Sollte die Zinsentwicklung konstant bleiben, so kann die Reserve aus Expertensicht auf bis zu 150 Milliarden ansteigen. Einerseits birgt sie damit für die Versicherten die erhoffte langfristige Absicherung der Auszahlungen. Andererseits jedoch belastet es im Moment die Versicherer stark, dass sie zu den weiteren Widrigkeiten den Reservetopf bedienen müssen – zumal davon auszugehen ist, dass die Reserveanforderungen weiter steigen. Es ist deshalb nicht davon auszugehen, dass alle Versicherungsunternehmen dieser Belastung standhalten können.

Steigende Zinsen sind nicht die Lösung

Den Analyseergebnissen der Ratingagentur Assekurata zufolge können auch steigende Zinsen die Problematik nicht entschärfen: Zwar würden diese den Versicherer kurzfristig höhere Zinserträge einbringen und sie auf lange Sicht entlasten. Gleichzeitig aber könnte die Konstellation aus Bewertungsreserven und einem höheren aktuellen Zins dazu führen, dass sich die Zinszusatzreserve nicht aus den Gewinnen aus den Altverträgen finanzieren lässt – was wiederum zu neuen Engpässen führt.

Wenn sich die Spreu vom Weizen trennt

Es gilt nun für die Versicherer, gewissenhaft die Hausaufgaben zu machen und auf die geänderten Rahmenbedingungen auf dem Geldmarkt nicht nur zu reagieren, sondern proaktiv eine Strategie für die veränderten Bedingungen auf dem Geldmarkt zu definieren. Wer die Nase vorn hat im Kampf um Liquidität, um das Kapital und das Vertrauen der Versicherungsnehmer, das bleibt abzuwarten.

Wer im Zweifel ist, ob er an seiner Lebensversicherung weiter festhalten möchte, der ist gut beraten, den Verkauf der Lebensversicherung von Spezialisten prüfen zu lassen. Unser Expertenteam freut sich auf Ihren Anruf unter 0800 / 589 50 48 (kostenfrei aus dem dt. Festnetz und allen dt. Mobilfunknetzen), Ihre Email unter info@cash-lv.de folgt oder Ihre Anfrage über unsere Homepage www.cash-lv.de.

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